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| Foto: M. Pohlmann |
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| Foto: M. Pohlmann |
Mit Programmen wie "Es gibt eine Freundschaft vor der Ehe... oder: Wo sind die blöden Pferde, die wir stehlen sollten?" - "Im Epizentrum des Lebens... oder: beben und beben lassen" oder "Es knirscht die Liebe im Getriebe... oder: Von Wärmedämmerung und Reibungsverlustierung" unterhalten die Schauspieler Gabi Kinsky und Elmar Wittmann, begleitet vom Pianisten Christian Kempa ihre Gäste in den Pausen eines Mehrgängemenüs.
Durch alle Kabarettprogramme ziehen sich dabei Auszüge aus den Benimmregeln von Willy Elmayer - immer direkt vor dem Servieren des nächsten Ganges, so dass man sich die Benimm-Hinweise direkt und buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen kann. Denn es sind schon sehr spezielle Fundstücke, die hier von Gabi Kinsky und Elmar Wittmann ausgegraben werden.
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| Foto: M. Pohlmann |
Wenn die beiden dann "aufeinander los gehen", dann bleibt garantiert kein Auge trocken - und das gelingt, ohne dass dabei auf das Niveau eines Mario Barth abgesunken werden muss - wer nach Vorbildern für diese Art des Kabaretts sucht, findet diese eher in einer Revue der goldenen 1920er-Jahre.
Über drei Stunden lang wird so einerseits der Gaumen verwöhnt, wie es hier in der Region üblich ist - ohne Firlefanz, bodenständig und gut. Und zwischendurch bekommt der Geist seine "Verwöhnportion", so dass man als Gast rundum glücklich und zufrieden nach Hause geht.
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| Foto: M. Pohlmann |
Eine Art "Ableger" von dieser Art der "Ess-Kultur" bieten Chansonabende - entweder mit Elmar Wittmann und Jacques-Brel-Liedern unter dem Motto "Aufgehört, nicht aufgegeben" oder mit Gaby Kinski mit Hildegard-Knef-Liedern unter dem Motto "Ich brauch Tapetenwechsel". Auch hier zeigen die beiden, dass sie in einer eigenen Liga spielen und singen - keine der mittlerweile zahlreichen "ähnlichen" Veranstaltungen in Freiburg kann "Ess-Kultur" auch nur annähernd das Wasser reichen.
Kein Wunder, dass das "Deutsche Haus" für die beiden schnell einfach zu klein war - es war Anfang der 2000er Jahre nahezu unmöglich, an Karten für "Ess-Kultur" zu kommen, wenn man nicht am ersten Tag oder zumindest in der ersten Woche nach Bekanntgabe der Termine bereits zuschlug.
Diese Situation hat sich nach dem Umzug in den "Großen Meyerhof" zwar entspannt, ausverkauft sind die "Ess-Kultur-Abende" aber nach wie vor praktisch immer - und es kann immer noch gut vorkommen, dass es für einen bestimmten Termin schnell keine Karten mehr gibt. "Ess-Kultur" ist eben typisch Freiburg - und es ist Kult in Freiburg. Zu Recht.




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